Lokales

Stadt hört zu: Bürgerservice neu denken

[DÖHREN]

50 Döhrener äußern dazu ihre Wünsche und Ideen bei der Beteiligungsveranstaltung der Stadt
Die Landeshauptstadt Hannover arbeitet an der Zukunft der Bürgerämter und Bürgerservices. Im Rahmen eines Beteiligungsprozesses waren dazu alle Einwohnerinnen und Einwohner eingeladen, sich einzubringen. Die vierte von insgesamt fünf öffentlichen, stadtweit verteilten Veranstaltungen, hat am 8. Dezember in der Dietrich-Bonhoeffer-Realschule, in der Helmstedter Straße, stattgefunden. Parallel dazu lief bis zum 14. Dezember eine Online-Beteiligung. Gefragt wurde dort nach den eigenen Erfahrungen und der Zufriedenheit mit den Bürgerämtern in der jüngeren Vergangenheit, sowie nach den Wünschen für die Zukunft.

Ob nun neuer Personalausweis oder Reisepass, Führerscheinumtausch, Ummeldung nach dem Umzug oder aber ein polizeiliches Führungszeugnis: Es gibt viele Anlässe für den Besuch eines der aktuell neun Bürgerämter oder die Nutzung der digitalen Bürgerservices in Hannover. Die Stadtverwaltung sucht nun gemeinsam nach Möglichkeiten, diese Services und die Standorte zu optimieren und zukunftsfähig zu gestalten. „Im Beteiligungsprozess geht es deshalb darum, was die Bürgerämter besser machen können und welche Leistungen möglichst noch digitaler werden sollen“, erläutert Oberbürgermeister Belit Onay. Als Teilnehmer an der Veranstaltung in der Dietrich-Bonhoeffer-Realschule ergänzte Dr. Axel von der Ohe, Erster Stadtrat und Ordnungsdezernent: „Angesichts der vielfältigen und unterschiedlichen Bedarfe der Menschen in Hannover werden sich unsere Bürgerservices neu ausrichten. Die verschiedenen Gruppen der Bevölkerung in den Stadtteilen haben mit ihren jeweiligen Blickwinkeln eine Expertise, die wir nutzen wollen. Aus diesem Grund wünschen wir uns für diesen Prozess eine rege Beteiligung.“

Etwa 50 Döhrener Bürgerinnen und Bürger – darunter auch örtliche Mitglieder aus dem Bezirksrat Döhren-Wülfel, aus dem Rat der Stadt und der Regionsversammlung, sowie Stadtbezirksmanager Sven Berger – nahmen an der von Oliver Kuklinski (Beratungsunternehmen PLANKOM) moderierten, rund zweistündigen Versammlung teil. Zuhal Karakas, Leitende Direktorin des städtischen Fachbereiches Öffentliche Ordnung, betonte zum Auftakt der gemeinsamen Ideensammlung in ihrem Impuls-Vortrag die besondere Bedeutung der Bürgerämter: „Wir sind das Gesicht der Stadtverwaltung, die Visitenkarte Hannovers!“

„Tue Gutes und rede darüber“, hieß es dann bei den auf einer Pinnwand gesammelten Anregungen der Bürgerinnen und Bürger aus dem Stadtbezirk. Neben Lob über das bisher Angebotene – „Wir sind sehr zufrieden“ – gab es vielfältige Ideen und Wünsche. So soll das Bürgeramt als lokal für alle Anliegen zuständige Anlaufstelle in Döhren bleiben. Dies sowohl stationär, aber in Flächen mit schlechter Versorgung auch mobil. Analog, aber dabei mit „so viel wie möglich digital“. Für gehandicapte Menschen sollte der Zugang barrierefrei sein oder über eine App erreichbar. Neben einer übersichtlichen Homepage werden am Telefon und beim Schriftverkehr gern persönliche Ansprechpartner gesehen und gehört – keine digitalen Chatbots – die auch allgemeinverständlich individuelle Fragen beantworten. Was beispielsweise eine Personalausweis-Online-PIN ist. Die Veranstaltungsteilnehmer in Döhren wünschten sich für ihre Anliegen darüber hinaus kurzfristige Termine, Not-Öffnungszeiten und alle vier Wochen auch einen offenen Bürgeramts-Sonnabend. Eine dabei sowohl funktionale als auch ansprechende Raumgestaltung stand ebenfalls auf der Wunschliste.

Die Ergebnisse aller fünf stadtweiten Veranstaltungen und der Online-Beteiligung werden zusammengetragen, ausgewertet und sollen im Frühjahr 2026 dann dem Rat zur Information und weiteren Beschlusslage vorgelegt werden.

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