Lokales

FC Schwalbe unternimmt Pétanque-Reise nach Israel

[DÖHREN]

Die Spatzen pfeifen es von den Dächern: Bei Schwalbe wird nicht nur seit Jahrzehnten Boule gespielt: immer Dienstag und Donnerstag, ab 17 Uhr, zur Geselligkeit und auf Liga-Niveau, je nach Lust und Absicht. Immer mal wieder macht die Sparte auch von sich reden, indem sie über das heimische Spielfeld hinausschaut. 2017 gab es das in Deutschland weit beachtete Integrationsturnier mit Hunderten Spielern an zwei Tagen und dem 13-maligen Weltmeister aus Frankreich auf unserer Anlage in Döhren. Im Oktober 2023 reisten wir mit einer 12-köpfigen Delegation in die hannoversche Partnerstadt Perpignan. Spielen kann sichtbare, auch unsichtbare Grenzen überwinden, kann Menschen verschiedenster Herkunft zusammen bringen.

„Spiel ohne Grenzen“, war mal eine in den 1960er- und 1970er Jahren beliebte Show im Fernsehen. Der eine oder andere erinnert sich vielleicht noch. Wir, das sind sechs Spielerinnen und Spieler der Boule/Pétanque Abteilung des FC Schwalbe Hannover, werden in der Zeit vom 17. bis zum 31. März 2026 auf eigene Initiative nach Israel reisen und freuen uns sowohl auf acht Begegnungen mit jüdischen, arabischen Vereins- wie auch mit einfachen Hobbysportlern. Wir gehen so unserer Lieblingsbeschäftigung nach, tauschen uns aus, hören zu und sammeln Eindrücke, wie das alltägliche Leben abseits von Gaza und Westbank aussieht und sich anfühlt. Unsere Initiative wird voll und ganz vom „Deutschen Pétanque Verband“ unterstützt, und der israelische Verband hat bereits die Spielorte organisiert. Klar ist: Weder können wir es schaffen, dass der israelische Ministerpräsident wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit zur Verantwortung gezogen, noch die palästinensische Hamas entwaffnet wird. Sinn und Zweck allein ist, Menschen zu treffen und zusammen zu spielen. Denn: Diese Reise dient nicht dazu, Partei zu ergreifen. Sie soll vielmehr zeigen, dass unser Pétanque-Sport, unsere Pétanque-Familie, keine Religion und keine Staatszugehörigkeit kennt. Was uns verbindet, ist das Spiel selbst – das Miteinander, die Freude, das Gewinnen und Verlieren, das Lachen und das Weinen. Ich bin froh und auch dankbar, dass mein Verein sich hinter diese Aktion/en stellt, uns auch ideell und finanziell unterstützt.

Thomas Siebert, Abteilungsleiter Boule/Pétanque FC Schwalbe

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