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Klaus-Dieter Teune: Kontaktbeamter verabschiedet sich in den Ruhestand

[DÖHREN]

Er gehört eigentlich zum Döhrener Ortsbild, wie der Fiedelerplatz: der Polizei-Hauptkommissar und vor allem als Kontaktbeamter bekannte und beliebte Klaus-Dieter Teune. Doch am 30. Juni 2026 verabschiedet sich der frischgebackene 62-jährige Ur-Döhrener in seinen verdienten Ruhestand. Der Maschseebote sprach mit ihm deshalb über seine Erfahrungen und Zukunftspläne.

MB: Herr Teune, Sie haben nicht erst seit 1989 bei der Polizeidienststelle in der Döhrener Kastanienallee hier Ihre Heimat gefunden?

Klaus-Dieter Teune: Das stimmt, ich bin ein Ur-Döhrener. Von meiner Geburt an, am 13. Juni 1964, habe ich schon bis zu meinem 20. Lebensjahr in der Helmstedter Straße mein Zuhause gehabt. Im Kindergarten war ich damals bei den Nonnen von St.Bernward, dann in der Grundschule Olbersstraße, der damaligen Hauptschule Beuthener Straße und schließlich in der EKS-Realschule, in Laatzen.

MB: Aber schon mit 16 Jahren, direkt nach der Schulzeit, haben Sie bei der Polizei angefangen?

Klaus-Dieter Teune: Das war 1980. Ich habe damals für meine Ausbildung in einer Polizeischule in Liebenau, hinter Nienburg, wohnen müssen und konnte deshalb nur an den Wochenenden nach Hause kommen. Darauf folgten neun Monate Ausbildung bei der Bereitschaftspolizei in Braunschweig für Einsätze und die Führerscheinausbildung für Auto und Motorrad. Über ein Praktikum beim Schützenplatz und noch weiteren sechs Monaten in Liebenau ging es mit meiner Mittlerer Dienst-Ausbildung dann für sechs Jahre zum Welfenplatz, bevor ich dann 1989 auch beruflich wieder in meine Heimat kam – zum damals 6. Polizeirevier, in der Kastanienallee.

MB: Bis 2010 waren Sie hier im Schichtdienst und sind viel Streife gefahren. Wie wurden Sie dann 2010 – bis heute – zum Kontaktbeamten für die rund 21 000 Menschen in Döhren,Waldheim, Waldhausen und Seelhorst?

Klaus-Dieter Teune: Seit 2024 sind für mich vertretungsweise übrigens mit Mittelfeld und Wülfel noch weitere 14.000 dazu gekommen. Halb schob es mich, halb zog es mich damals. Ich habe meinem Vorgänger Wolfgang „Toni“ Marschall bei seiner Arbeit als Kontaktbeamter oft zugesehen, von ihm alles gelernt und vieles übernommen. Und da ich, wie er, viel reden kann, hatten mich die Chefs 2010 gefragt, ob ich sein Nachfolger werden möchte. Das passte.

MB: Wie sah das Ganze dann im Alltag aus?

Klaus-Dieter Teune: Bei 40 Stunden Wochenarbeitszeit bist Du 40 Stunden Vollzeit-Kontaktbereichsbeamter. Das ist ein anderes Standing im Stadtbezirk als wenn Du im Streifenwagen unterwegs bist. Du bist ständig in der Präventionsarbeit unterwegs: zu Fuß, per Rad oder Auto. Der größte Teil der Arbeit besteht aus Gesprächen und Vorträgen, für die Kleinsten in der Kita, für Kinder und Jugendliche in den Schulen, über Erwachsene an Infoständen bis hin zu Vorträgen für Senioren.

MB: Was hat Ihnen an Ihrer Arbeit am meisten Spaß gemacht, was waren die schönsten Erlebnisse?

Klaus-Dieter Teune: Wenn ich aufgestanden bin, konnte ich rausgehen – und die Schreibtischarbeit einfach mal sein lassen. Über die Jahre hat mir die Arbeit mit den Kindern in den Kitas und Schulen Spaß gemacht, wie die Kleinen mitgehen und alles aufnehmen für sich, vom Gelbe Füße-Fußweg sprayen bis hin zum Fahrradverkehrsunterricht. Daraus sind in den 16 Jahren auch Kontaktnetzwerke und Freundschaften entstanden.

MB: Und gab es auch negative Erfahrungen?

Klaus-Dieter Teune: Das kann ich nicht bestätigen: Im Stadtbezirk herrscht eigentlich ein vorbildliches soziales Miteinander.

MB: Ihr Nachfolger ab 1.Juli 2026 in Döhren wird der Polizei-Oberkommissar Lars Frenser, ab 1. August für Mittelfeld und Wülfel die Polizei-Hauptkommissarin Alexandra Gallina. Welche Tipps können Sie beiden mitgeben?

Klaus-Dieter Teune: Wichtig ist Empathie, das Einfühlungsvermögen, auf Menschen zuzugehen und die jeweilige Situation zu deuten und entsprechend zu reagieren. Ebenso ist der Wiedererkennungswert als Ansprechpartner im Stadtbezirk wichtig und das damit verbundene Netzwerken.

MB: Was werden Sie vermissen?

Klaus-Dieter Teune: Die Menschen und den Wochenmarkt am Fiedelerplatz, die Schulbesuche und meine Mitarbeit in etwa fünf oder sechs beruflichen Netzwerken. Und meine seit 15 Jahren laufende Nebentätigkeit als Polizist im Dialogteam von Hannover 96 mit Fan-Gastgruppen. Hat mir Spaß gemacht, wird mir fehlen!

MB: Und wie sieht Ihre Zukunft aus?

Klaus-Dieter Teune: Ich bleibe mit meiner Frau, mit der ich seit 35 Jahren zusammen und jetzt zwölf Jahre davon verheiratet bin weiter mit unseren zwei Katzen in Döhren wohnhaft. Ich werde es jetzt aber über den Sommer erstmal zwei Monate ruhig angehen lassen. Im Ehrenamt trainiere ich bei Niedersachsen Döhren den 2018’er Jahrgang. Und ab Herbst schaue ich mich dann um für ein oder zwei weitere Ehrenämter im schönsten Stadtteil Hannovers.

MB: Sehr geehrter Herr Teune, lieber Klaus, herzlichen Dank für dieses Interview und alles Gute.

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