SPD nominiert Eva Bender
Fast einstimmig haben die 185 Delegierten der Regions-SPD auf ihrer Wahlgebietskonferenz im EXPO-Wal, im zum Stadtbezirk Döhren-Wülfel gehörenden Expo-Park, Eva Bender formell zur SPD-Kandidatin für die am 13. September 2026 vorgesehene Wahl des neuen Regionspräsidenten nominiert. In geheimer Wahl erhielt sie 183 Stimmen. Die hannoversche Dezernentin für Bildung und Kultur will das Amt ihres Parteikollegen Steffen Krach übernehmen, der als Spitzenkandidat für die eine Woche später stattfindende Wahl zum Abgeordnetenhaus in Berlin antritt.
Bevor das Döhrener Rats- und Bezirksratsmitglied Anja Schollmeyer als Versammlungsleiterin die SPD-Delegierten zur Stimmabgabe in die Wahlkabinen rief, erhielt die Kandidatin in zwei Reden Rückendeckung durch die SPD-Parteivorsitzende und Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Bärbel Bas, sowie die Niedersächsische Ministerin für Europa und Regionale Landesentwicklung, Melanie Walter.
Bas betonte, Eva Benders berufliche Biographie sei „geprägt von Verantwortung“ und ihre Kandidatur nun die logische Konsequenz ihrer bisherigen Arbeit. „Es wird Zeit, dass ab September eine Frau diese Region führt“, folgerte die SPD-Vorsitzende daraus unter dem Applaus der Konferenzteilnehmer. Unter diesen waren auch der SPD-Bundestagsfraktionsvorsitzende Matthias Miersch, aus Laatzen, und Axel von der Ohe, Finanz- und Ordnungsdezernent der Landeshauptstadt Hannover, der bei der Kommunalwahl im September der SPD-Kandidat für das Amt des hannoverschen Oberbürgermeisters antritt.
Eva Bender dankte den SPD-Delegierten nicht nur für deren starkes Zeichen der Unterstützung, sondern stellte bereits Schwerpunkte heraus, denen sie sich nach einer erfolgreichen Wahl besonders widmen will: Dazu gehört eine Verbesserung der für sie als „unsäglich in den vergangenen Wochen“ empfundenen Situation bei der S-Bahn Hannover – notfalls bis hin zu einem „harten Schnitt“ und somit Vertragsende gegenüber dem Betreiber Transdev – ebenso, wie die Schaffung eines Angebotes günstiger Wohnungen für Auszubildende, mit von diesen zahlbaren Mieten zwischen 200 und 235 Euro. Nach Münchener und Hamburger Vorbild möchte sie dazu ein sogenanntes Azubiwerk gründen. Die Miethöhe dürfe kein K.o.-Kriterium sein, wenn ein junger Mensch in Hannover eine Ausbildung beginnen wolle, betonte Eva Bender. Der Ausbau von Pflegeangeboten, die Modernisierung der Berufsbildenden Schulen der Region und – nicht zuletzt – die Verbesserung des Services der Regionsverwaltung stehen ebenso bei ihr auf der Agenda. Innerhalb von zwei Wochen nach einer Antragstellung müsse man eine Antwort darauf haben. „Die ganze Region im Blick zu haben – das ist mein Anspruch und daran werde ich mich messen lassen Gute Politik zeigt sich daran, dass der Bus pünktlich fährt, Anträge bearbeitet werden und Menschen wissen: Der Staat ist für mich da“, verdeutlichte Bender. Und weiter: „Ich will, dass wir gemeinsam vorankommen – für eine Region, die allen 21 Städten und Gemeinden gleichermaßen dient. Jetzt beginnt die entscheidende Phase: 225 Tage Wahlkampf., 225 Tage zuhören, diskutieren, überzeugen – und alles geben.“
Döhrens SPD-Regionsabgeordneter Angelo Alter ist sich hier sicher: „Eva Bender kennt die Alltagssorgen der Menschen und weiß, wie man diese lösen kann. Mit ihrer authentischen und nahbaren Art gewinnt sie die Herzen der Menschen. Sie ist ein tolle Kandidatin und wird eine erfolgreiche Regionspräsidentin werden.“
Im Anschluss an die Wahlgebietskonferenz hatte die SPD aus Stadt und Region Hannover dann zum trotz Schneewetterlage sehr gut besuchten, gemeinsamen Neujahrsempfang im Erdgeschoss des Expo-Wals eingeladen. Begrüßt wurden die Gäste, unter ihnen Alt-Ministerpräsident Stephan Weil, Hannovers Ehrenbürger und Alt-OB Herbert Schmalstieg, der SPD-Landtagsfraktionsvorsitzende Stefan Politze sowie der Herzspezialist Prof. Dr. Axel Haverich, dabei von Leyla Hatami, Vorsitzende des SPD-Unterbezirks Region Hannover sowie Melanie Walter und Adis Ahmetovic, MdB, als Vorsitzende des SPD-Stadtverbands Hannover. Eine Talkrunde mit Eva Bender und Axel von der Ohe sowie eine Rede des Niedersächsischen Ministerpräsidenten und SPD-Landesvorsitzenden Olaf Lies gehörten ebenso zum Programm, wie Live-Musik, Getränke und Imbiss sowie viel Smalltalk.



