Döhren feierte sein 23. Jazzfestival auf dem Fiedelerplatz
Am letzten Mai-Samstag kehrte der Jazz wieder zu seinem angestammten Termin zurück in Döhrens gute Stube. Im vergangenen Jahr musste das Festival noch wegen einer Doppelbelegung des Platzes auf den September verschoben werden. Nun jedoch konnte der Freundeskreis Döhrener Jazzfestival zu frühlingshaft angenehmen Temperaturen wieder sein diesjähriges, vielfältiges musikalisches Programm präsentieren. Dabei spielte von 15 bis 17 Uhr zunächst die Old Virginny Jazzband, der nach einer kurzen Umbaupause dann von 17 bis 19 Uhr die Combo Rudi B.Symânik folgte.
Den musikalischen Abschluss auf der Bühne, von 19 bis 21 Uhr, bildete dann Steward Five. In angenehmer Atmosphäre umgeben von – über den Nachmittag verteilt – wohl rund tausend Jazzfreunden war an einer der aufgestellten Biertischgarnituren auch Reinhard Kramer als Gast. Vor 25 Jahren hatte der ehemalige Döhrener Volksbank-Mitarbeiter, einstige Organisator der Radsport-Events „Nacht von Hannover“ und Döhrener Radrennen, sowie ehemalige hannoversche Karnevalsprinz die Tradition des Jazzfestivals in Döhrens guter Stube begründet. Die zweijährige Corona-Auszeit hat dabei verhindert, dass in diesem Jahr bereits das 25-jährige Jubiläum des Festivals gefeiert werden konnte.
Das wohl zweitgrößte Jazzfestival der Stadt unter freiem Himmel war einst aus einer spontanen Idee bei einer geselligen Runde, initiiert von Michael Glaser, Ernst-August Schrader und Reinhard Kramer, entstanden. Seitdem hat es sich nicht nur zu einem musikalischen Highlight entwickelt, sondern bringt auch Menschen aus allen Stadtteilen und der Region zusammen. „Jazz ist mehr als Klang. Jazz ist Gefühl, Bewegung und Gemeinschaft“, so Philipp Glaser. Der Vizepräsident vom Komitee Hannoverscher Karneval moderierte die schwungvolle Veranstaltung, die auch kulinarisch abgerundet wurde. Neben den „Summertime“-Klängen lag da auch der Duft nach Kaffee und Kuchen, Bratwurst und Crêpes in der beswingten Luft über dem Fiedelerplatz.



