Knifeart-Hoffest lockt etwa 1000 Besucher an
Heiße Stunden auf Döhrener Hof: Zu seinem ersten und zugleich eindrucksvollen Hoffest für alles rund um das Thema Messer hatte Ende Mai der Döhrener Messerschmied Andreas Droeße eingeladen. In den Showroom-Räumlichkeiten seiner Messermanufaktur Knifeart und auf dem davor liegenden Hofgelände, in der Peiner Straße 25, hatten Interessierte aller Altersklassen am Samstagnachmittag ausgiebig und anschaulich die Gelegenheit, sich von der Messer-Schmiedekunst im Allgemeinen und der hier ausgestellten Qualität aus Hannover für Kochmesser und mehr ihr eigenes Bild zu machen. Dazu gehörten gleich mehrere nationale Messerschmiede, die zum Vorführen ihrer handwerklichen und kreativen Künste extra nach Döhren gekommen waren. So begeisterte das aus Zossen, südlich von Berlin, angereiste „Tim Klinge Messermanufaktur“-Team um seinen erst 18-jährigen Chef Tim Erik Ehmke mit kunstvoll vor Ort in der mobilen Schmiede und dann mit Hammer und mehr auf dem Amboss geschmiedeten Rosenblüten. Stände mit Speisen und Getränken, darunter mit den Honigangeboten seines Hofnachbarn und Tischlers Martin Weber, sowie eine Tombola zugunsten des Tierheims Burgdorf rundeten das Fest für Jung und Alt ab.
„Kochen sollte ein Erlebnis sein. Deshalb ist die Wahl des Messers mindestens genauso wichtig, wie die Zutaten“, so der leidenschaftliche Messerschmied und Anwender. Seine Liebe zu Kochmessern hatte Andreas Droeße über seine Arbeit als Koch gefunden. Über lange Jahre in verschiedenen Restaurants aktiv, entwickelte er dabei ein starkes Gespür für das Thema Messer und schmiedete sich 2017 sein erstes Kochmesser bzw. Nakiri. Dies ließ seine Liebe für Kochmesser noch mehr aufflammen. Nach weiteren Projekten, die er im Laufe der Jahre verwirklichte, gründete er 2023 schließlich seine Messermanufaktur Knifeart, mit den Worten und dem Mindset: „Mach was du liebst!“. Seitdem schmiedet der auch in der IDG (Interessengemeinschaft Döhrener Geschäftsleute) engagierte Schmied Kochmesser und Schneidwaren, die wahre Unikate sind. „Nachhaltigkeit und ein ausgeprägter Service liegen mir dabei besonders am Herzen! In einer Welt, die schnelllebig ist und zum Wegwerfen tendiert, wäre die Vorstellung schön, dass Enkelkinder noch etwas von den Messern haben“, betont er seine Qualität aus dem Herzen von Hannover.
Andreas Droeße warb seinen – über den Nachmittag verteilt etwa 1000 – interessierten Hoffest-Besuchern gegenüber nicht nur für seine Messer und erhältliches Zubehör, sondern ebenso für die Vielzahl von Kursen und Service-Angeboten seiner Messermanufaktur Knifeart. Dazu zählen exklusive Schmiede- und auch Schleifkurse ebenso, wie ein angebotener Schleifservice nach alter japanischer Tradition. Darüber hinaus bietet er auch Jugendarbeit und Firmenevents an. Der Schmiedekurs beschäftigt sich beispielsweise nicht nur mit Themen wie Abziehen und Härten, Polieren und Schleifen, sondern auch mit der Griffauswahl, dem individuellen Designen und Gravieren. „Das Leben ist zu kurz für stumpfe und schlechte Messer“, weiß Andreas Droeße – und plant für das kommende Jahr bereits sein nächstes Hoffest.



