Nikolaus zwischen Kerzenlicht: Zwei Gemeinden feiern Advent

Wer am Nikolaustag nachmittags gleich zwei Mal vorweihnachtliches Ambiente erleben wollte, hatte dazu am Vortag des Zweiten Advents die schöne Gelegenheit: Während in und vor der Matthäikirche, an der Loccumer Straße, zum traditionellen Adventsmarkt eingeladen worden war, feierte die nur rund einen Kilometer entfernte Auferstehungskirche, in der Helmstedter Straße, wieder ihr beliebtes Lichterfest. Bei beiden Veranstaltungen war mit viel Liebe für das leibliche Wohl gesorgt worden – mit Kuchen, Keksen und Kaffee beziehungsweise Tee, aber auch mit Punsch, heißen Waffeln, Bratwurst und mehr.
Da die Adventszeit eine gern genutzte Bastelzeit ist, konnten die Kinder in der Matthäikirche an gleich mehreren Bastelstationen ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Die Matthäi-Kita hatte für die Kleinen dazu Zahlreiches vorbereitet. Und wer von den Kindern einen kleinen, in der Kirche versteckten Nikolaus fand, durfte sich bei dessen Gehilfin Lea sogar ein kleines Geschenk abholen. An zahlreichen Ständen mit liebevoll hergestellter Handwerkskunst und selbstgemachten Produkten, von Bienenwachskerzen bis zu Holzbrettchen und Schmuck, konnten zudem kleine Geschenke gekauft werden. Auch ein Flohmarkt gehörte dazu, auf dem ein Keramiktopf für Zwiebeln und Dekoratives für daheim gegen eine Spende für die Gemeinde ihre Besitzer wechselten. In einer kleinen „Matthäi-Kerzenwerkstatt“ gab es außerdem neue Kerzen aus ausgedienten und neu gestalteten oder geschmolzenen Altarkerzen zu erwerben. Auf einer im Eingangsbereich aufgestellten Pinnwand beantworteten viele Festbesucher auch die dort zu lesende Frage, was ihnen zu Weihnachten wichtig ist und was sie sich für das kommende Jahr wünschen. „Familie“ und „Gesundheit“ war hier oft zu lesen. Aber auch: „…dass ich mein Haus weiter saniert kriege…“ Das traditionelle Weihnachtslieder-Singen rundete den Nachmittag in der Wülfeler Kirche ab.
Auch in der Auferstehungskirche waren die Kreativstände gefragt – unter anderem mit Mistelzweigen für romantische Momente – darüber hinaus auch das Holzbrettchen brennen und die Candybar. Es gab Karten für einen Matthias Brodowy-Abend in der Kirche, eine Kindertombola, ein Glücksrad und vieles mehr. Zwischen zwei Kasperletheater-Aufführungen sang nicht nur der Kinderchor und der Nikolaus kam für seinen gefragten Besuch vorbei. Auf großes Interesse stieß ebenso die Versteigerung ausgedienter großer Altarkerzen sowie von Adventskranz- und Osterkerzen der Auferstehungskirche aus den Vorjahren. Dabei kamen für die von Pastor Michael Wohlers werbend während der Auktion zwischen den Kirchenbänken präsentierten Kerzen teilweise mehr als 20 Euro pro Auktions-Kerze in die Gemeindekasse.


