Volkstrauertag: Erinnerung, Verantwortung und Mahnung
Der Bezirksrat Döhren-Wülfel hat am Volkstrauertag, dem 16. November, gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen und Institutionen der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht. Wie in jedem Jahr nahm auch die Schützen-Vereinigung Döhren traditionell an der Gedenkfeier am historischen Ehrenmal für die Opfer der Weltkriege, auf dem alten Döhrener Friedhof an der Fiedelerstraße, teil und setzte damit ein sichtbares Zeichen für Verbundenheit und Erinnerungskultur im Stadtbezirk. Stimmungsvoll musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von Enno Raffael.
Zum Auftakt der Gedenkfeier sprach die Stellvertretende Bezirksbürgermeisterin Gabriele Jakob, die in ihrer Einleitung die historische und gesellschaftliche Bedeutung des Volkstrauertages hervorhob. Sie erinnerte an Millionen Opfer von Krieg, Hass und Diktatur und betonte die bleibende Verpflichtung zu Frieden, Menschlichkeit und Verantwortung. Anschließend widmete sich Bezirksratsmitglied Andrea Peter dem Thema „Erinnerung und Verantwortung“. Sie machte deutlich, dass die Missachtung von Menschenrechten und eine Haltung der Gleichgültigkeit auch heute schwerwiegende Folgen haben. Erinnerung bedeute, wachsam zu bleiben und demokratische Werte aktiv zu schützen. Bezirksratsmitglied Anja Schollmeyer stellte die Gegenwart in den Mittelpunkt. Kriege, Terror und Vertreibung seien weltweit weiterhin Realität. Die Verpflichtung, sich für Frieden einzusetzen, ende daher nie. Sie appellierte, Unrecht nicht schweigend hinzunehmen und Ausgrenzung entschieden entgegenzutreten.
Mit einem Blick auf die gesellschaftliche Verantwortung im Alltag betonte Bezirksratsmitglied Natascha Erdmann, dass Frieden im Kleinen beginne – in der Achtung füreinander, im Zuhören und im Mut zur Versöhnung. Die Opfer von Krieg und Gewalt seien Mahnung und Verpflichtung zugleich, sich für ein friedliches Miteinander starkzumachen. Im Anschluss sprach Diakon Gerhard Jonissek, von der Gemeinde St. Bernward, einen Psalm, ein Gebet sowie persönliche Worte zum Gedenktag. Eine gemeinsame Schweigeminute und weitere musikalische Beiträge von Enno Raffael gaben der Veranstaltung einen würdigen und besinnlichen Rahmen.
Zum Abschluss dankte die stellvertretende Bezirksbürgermeisterin Gabriele Jakob allen Teilnehmenden, insbesondere den Vereinen und der Schützen-Vereinigung Döhren für ihre verlässliche und traditionsreiche Mitwirkung. Die Erinnerung an die Opfer solle auch künftig Wegweiser sein für ein Leben „in Frieden, Freiheit und Menschlichkeit.“



