Von Drathen stellt bis Ostern im Quartierstreff aus
Mit abwechslungsreichem Programm lädt der Quartierstreff Borgentrickstraße schon seit langem zum Besuch in Döhren ein. Offene Handy- und Laptop-Sprechstunden gehören ebenso dazu, wie Lesungen und Unterhaltungen auf Englisch, Spielenachmittage, Skatrunden und Treffen von Senioren und Klimaschützern. Zum optisch reizvollen Ambiente während all dieser Veranstaltungen tragen bereits seit einer Vernissage im Juli 2025 die Kunstwerke des Döhrener Malers Peter von Drathens an den Quartierstreff-Wänden bei. Nun steht fest, dass die insgesamt 20 Arbeiten seiner Ausstellung in Aquarell, Acryl und als Acryl auf Dibond – in unterschiedlichen Formaten zwischen 23 mal 30 bis hin zu 90 mal 70 Zentimeter – noch bis zu den Ostertagen 2026 zu den jeweiligen Veranstaltungszeiten im Quartierstreff bewundert und erstanden werden können. Passend dazu lädt der Künstler am Sonntag, den 15. Februar, nun von 16 bis 17.30 Uhr zu einem „Nachmittag für die Kunst“ in den Quartierstreff ein. Geboten werden eine kostenlose Führung durch die Ausstellung sowie Gespräche und ein lockerer Austausch bei Getränken und Keksen. Kunstinteressierte sollten sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen – denn wegen des organisatorischen Aufwandes ist die Ausstellung Peter von Drathens wohl absehbar die letzte in der Borgentrickstraße 13.
„Meine Bildmotive sind – je nach Betrachterblick – gemäßigt abstrakt oder teilweise realistisch“, beschreibt der ausgebildete Bankkaufmann, nach einem anschließenden Jura-Studium nun jedoch seit 1985 als Rechtsanwalt selbständige Hannoveraner seinen Malstil.
Die Grundlage seiner künstlerischen Tätigkeit wurde bereits zu Schulzeiten (Abitur 1971 an der Bismarckschule) durch den hannoverschen Maler Erich Grün gelegt, der ihn auch Jahre später dazu erneut motivierte. Denn Peter von Drathens Lust zum Malen brach erst 1998, während eines Urlaubs auf Usedom, wieder hervor.
„Toll Peter, da kann ich ja noch nicht mal mehr meckern! Suchen Sie sich eine Ausstellungsmöglichkeit“, forderte Erich Grün ihn damals auf – und im Jahr 2003 zeigte er im heimischen Döhren, bei Creaktiv in der Fiedelerstraße, seine erste Einzelausstellung. Seitdem stellt das Mitglied im BBK (Bund Bildender Künstler) regelmäßig ein bis zwei Mal im Jahr in und um Hannover aus und blickt inzwischen auf mehr als 30 Ausstellungs-Teilnahmen zurück.
Dazu zählen seit 2003 neben der aktuellen Quartierstreff Döhren „Kunst im Quartier“-Ausstellung und der kurz zuvor erfolgten Teilnahme in Celle bei „Kunst trif(f)t Kultur“ immer wieder Ausstellungen in Galerien und beim Kunstkreis Laatzen (2017 sogar als 2. Preisträger des Laatzener Kunstpreises), in hannoverschen Krankenhäusern, Praxen und Seniorenresidenzen. Ebenso in den Rathäusern von Pattensen (2007) und Hemmingen (2013 und 2018),sowie mit mehreren Beteiligungen beim Döhrener Kunstspaziergang.
Wohl über 1.000 mit großer Leidenschaft gezeichnete und gemalte Bilder sind in diesen Jahrzehnten im heimischen Wohnzimmer-Atelier entstanden und von ihm ausgestellt, verschenkt und auch verkauft worden.
„Wenn ich damit anfange, ein Bild zu malen, weiß ich nie, was dabei rauskommt. Das Motiv entwickelt sich beim Malen“, weiß Peter von Drathen. Da kann es schon mal vorkommen, dass es durch gewollte Pausen bis zu sechs Monate dauern kann, bis eine Arbeit fertiggestellt ist.
Seit einiger Zeit beschäftigt sich Peter von Drathen auch mit plastischen Arbeiten, von verwendeten Naturmaterialien über kleinere Objekte aus Modellierpaste bis hin zur Bronzeplastik. „Ich mache das, was ich gerne möchte und mir Spaß macht. Es gibt da für mich keine Zwänge wie auf dem Kunstmarkt“, betont Peter von Drathen hier seine persönliche Freiheit im künstlerischen Schaffen.




