Stoplerstein für Dunia Schwarzmann
Am 6. November hat die Landeshauptstadt Hannover stadtweit an vier Orten insgesamt neun weitere, so genannte Stolpersteine für Opfer des Nationalsozialismus verlegt. Den ersten davon, in der Brandestraße 11 (Waldhausen), vor der letzten freiwillig gewählten Wohnadresse von Dunia Schwarzmann. Die 1869 in Russland geborene Jüdin war am 15. Dezember 1941 ins Ghetto Riga deportiert und dort später ermordet worden. Ihr bereits 1935 verstorbener Ehemann Max Schwarzmann war zeitweise als Direktor der Eisenwerke Wülfel beruflich aktiv gewesen.
In Anwesenheit ihres 84-jährigen Enkels Berni Stephanus, dessen Frau Denise und seiner Neffen Oliver und David – für die Verlegung waren alle vier aus der Schweiz angereist – setzte nun Frank-Matthias Mann, ein Mitarbeiter des seit mehreren Jahrzehnten mit seiner Aktion „Stolpersteine“ über Deutschlands Grenzen hinaus aktiven Künstlers Gunter Demnig eine weitere, durch Spenden ermöglichte Erinnerungsstätte.
Als gedanklichen Stolperstein zum einfachen Reflektieren über gesellschaftliche Abwege und Gefahren. Organisiert durch das ZeitZentrum Zivilcourage und in Zusammenarbeit mit dem städtischen Fachbereich Tiefbau hat die Stadt Hannover seit 2007 so bereits rund 500 Stolpersteine – mit Messingoberfläche und individuellen Inschriften zur jeweiligen Person – auf Gehwegen verlegt oder verlegen lassen.



