Kulturinitiative feiert Jubiläum mit Festakt
Kultur, Kunst, Miteinander: Seit 1996 bringt die Kulturinitiative Döhren-Wülfel-Mittelfeld (kui) Menschen in diesen Stadtteilen zusammen, um mit Projekten Raum für Kunst und Austausch zu schaffen. Dazu gehört für die aktuell 66 Mitglieder, pro Jahr etwa 100 Veranstaltung ehrenamtlich zu organisieren und durchzuführen. Konzerte, Lesungen und Opernbesuche gehören ebenso dazu, wie Spaziergänge und Basteln, kreative Angebote, Singen und Ausstellungen, Fahrradtouren, Naturspaziergänge und Kräuterseminare. Jährlich wird mit zahlreichen Kindern das Schmücken des Weihnachtsbaumes auf dem Fiedelerplatz organisiert, zudem im Frühjahr im Freizeitheim der beliebte Kunst- und Handwerksmarkt. Zu den großen Veranstaltungen zählt auch das inzwischen 20-mal organisierte, mehrtägige Kulturlustwandeln, mit rund 5000 Besuchern.
Anlässlich des Festaktes zum 30. Geburtstag der Kulturinitiative, der am 13. Juni im Thurnithi-Saal des Freizeitheimes Döhren gefeiert wurde, begrüßte nun Maria Hesse, Vorsitzende der Kulturinitiative, deshalb besonders gern als Gast Hannovers Kultur- und Bildungsdezernentin Eva Bender. Diese überbrachte nicht nur die besten Grüße der Landeshauptstadt Hannover zum Jubiläum, sondern lobte das Döhrener Kulturlustwandeln als das jährliche kulturelle Highlight der kui: „Das Format zeigt, wie Kultur verbindet, Schwellen abbaut und Nachbarschaft stärkt. In diesem Jahr findet es bereits zum 21. Male statt – ein beeindruckendes Zeichen für Kontinuität und Begeisterung.“
In einer von Silvia Petersen moderierten Gesprächsrunde mit der Döhrener Künstlerin Adelheid Himstedt und Döhrens „Puppenmutti“ Sunnhild Reinckens blickte diese in einer kleinen alphabetisch sortierten Zeitreise zurück auf die Anfänge der Kulturinitiative. „Der Freizeitheim Döhren-Heimwart Hubert Sander kam in meine Puppenstube und schlug vor, einen Verein für gemeinsame Stadtteilkulturarbeit zu gründen“, so Sunnhild Reinckens. Und er fragte, ob ihr jemand als Leitung davon einfalle. So wurde sie im Jahr 1996 Gründungsmitglied und zugleich für 22 lange Jahre die erste Vorsitzende der Kulturinitiative. Das vorhandene Anfangskapital für die Kulturarbeit vor Ort: 100 Mark. Das Ziel: Angebote von kreativen Bürgern für Bürger vor Ort. „Das ist uns gut gelungen§ , findet Sunnhild Reinckens im Rückblick. Der Einsiedler Edelbert Aselmann, „Nach Döhren gehören“, die „Erzähl mal“-Aktion mit Bauwagen und Buch dazu, sowie die Aufstellung der öffentlichen Bücherschränke in Döhren, Wülfel und Waldheim: All dies ist mit der Kulturinitiative verbunden. Künstlerisch umrahmt wurde die Jubiläumsfeier – vor dem Anschnitt der Geburtstagstorte – musikalisch mit Violine- und Klarinetteklängen von Annette und Thomas Siebert, sowie von einer Tanzperformance des aus Döhren stammenden Ensembles der „Tanzkunst Ulrike Wallis“, mit vielen, vielen Koffern.


