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Hannoversche Volksbank ist weiter auf Wachstumskurs

[HANNOVER]

Auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 hat auf der Pressekonferenz dazu Jürgen Wache, Vorsitzender des Vorstands der Hannoverschen Volksbank, zurück geblickt. „Wir wachsen bei den Einlagen und bei der Kreditvergabe gleichermaßen um mehr 300 Millionen Euro“, stellte er zufrieden fest. „Ein starkes Ergebnis, das auf der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit unseren mehr als 230.000 Kundinnen und Kunden basiert.“
Im Jahr 2025 hat die genossenschaftliche Bank fast 5.200 neue Mitglieder gewonnen und damit die Zahl der Mitglieder trotz des demographischen Wandels mit jetzt 127.688 Eigentümern stabil gehalten. Die von diesen gezeichneten Geschäftsanteile haben sich auf 2,2 Millionen á 50 Euro erhöht. Für diese plant die Volksbank aus dem erwirtschafteten Jahresüberschuss von 17,1 Millionen Euro – nach 16,9 Millionen Euro in 2024 – nun wieder eine Dividende von 5,5 Prozent auszuschütten.

Die Bilanzsumme der Hannoverschen Volksbank ist um 4 Prozent auf 9,2 Mrd. Euro (Vorjahr: 8,8 Mrd. Euro) angewachsen. Die Bank gehört damit zu den großen der rund 670 Volks- und Raiffeisenbanken in Deutschland. Die bilanziellen Einlagen wuchsen um 302 Mio. Euro (+4,9 Prozent) auf 6,5 Mrd. Euro (Vorjahr: 6,2 Mrd. Euro). Das Wertpapier- und Fondsgeschäfts übertraf dabei das starke Vorjahr: Die von Anlegern investierten Gelder stiegen um rund 120 Millionen Euro, während die positive Entwicklung an den Kapitalmärkten zu einem zusätzlichen Wachstum der Wertpapierbestände um 195 Millionen Euro führte.

Positive Impulse kamen insbesondere durch professionelle Vermögensverwaltungslösungen und eine gestiegene Nachfrage nach ETF-basierten Anlagemodellen. Die gesamten Geldanlagen, die die Kundschaft der Bank außerhalb der Bilanz im Wertpapier- und Fondsgeschäft sowie bei Partner-Unternehmen der Genossenschaftlichen FinanzGruppe getätigt haben, wiesen zum Ende des letzten Jahres 4,7 Mrd. Euro aus, die Summe der bilanziellen Einlagen und der vermittelten Gelder (Kundenwertvolumen) 11,2 Mrd. Euro (Vorjahr: 10,5 Mrd. Euro). Auch das Kreditgeschäft legte zu: Der Bestand der herausgegebenen Kredite stieg mit einem Zuwachs von 305 Millionen Euro (+4,6 Prozent) wieder deutlich stärker als im Vorjahr (+196 Millionen Euro/+3 Prozent). Der Kreditbestand erhöhte sich auf 7 Mrd. Euro (Vorjahr: 6,7 Mrd. Euro).

„Schwerpunkt war die Immobilienfinanzierung, sowohl im privaten wie im gewerblichen Bereich“, resümierte Wache. „Um dieses Ergebnis zu erreichen, waren mehr als 5.000 neue Kreditzusagen mit einem Volumen von 1,5 Mrd. Euro erforderlich.“ Das Betriebsergebnis vor Bewertung fiel mit 95,1 Millionen Euro um 14,0 Millionen Euro höher aus. Die Bank hat ihre Eigenmittel nun um 28,5 Millionen Euro gestärkt. Aktuell beschäftigt die Hannoversche Volksbank 1.097 (+ 26) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Wir werden als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen und positiv in Portalen bewertet“, betonte Daniel Haartz, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Hannoverschen Volksbank. Mit 81 Auszubildenden (+ 10 zu 2024) zur Bankkauffrau und zum Bankkaufmann sowie Studierenden zum Bachelor of Arts gibt die Bank vielen jungen Menschen eine berufliche Perspektive, so mit einem dualen Studium bei Ausbildungsgängen für Kaufleute im Digitalisierungsmanagement, Kaufleute für E-Commerce und für Fachinformatiker für Daten- und Prozessanalyse. „Wir legen großen Wert auf eine qualifizierte Ausbildung mit dem Ziel, die Azubis nach ihrem Abschluss zu übernehmen“, ergänzte Haartz.

Die Volksbank betreibt 34 Geschäftsstellen sowie 30 SB-Center. Mehr als 188.000 Kundinnen und Kunden mit Girokonto sind für das Online-Banking oder die VR-Banking-App freigeschaltet, was einer Online-Quote von mehr als 81% entspricht. Rund 92.000 Kundinnen und Kunden nutzen das Online-Banking oder die VR Banking-App regelmäßig. Die Nutzung des E-Postfachs stieg von 106.200 auf 121.100 Kundinnen und Kunden. Für 260.600 Konten wird bereits ein elektronischer Kontoauszug erstellt – ein wichtiger Beitrag zur nachhaltigen Reduzierung des Papierverbrauches. Zudem werden Aufbewahrungsfristen gewährlistet und notwendige Weiterleitungen durch die Digitalisierung vereinfacht. Durch Förder- und Sponsoringmaßnahmen sowie Spenden unterstützt die Hannoversche Volksbank zudem soziale, kulturelle und sportliche Projekte und Initiativen mit fast 2 Millionen Euro. „Wir freuen uns, unseren Mitgliedern, Kundinnen und Kunden sowie den Menschen in unserem Geschäftsgebiet etwas zurückzugeben und die Attraktivität unserer Region zu erhöhen“, betonte Haartz. Allein aus Stiftungszuwendungen wurden im letzten Jahr 19 Projekte mit fast 180.000 Euro gefördert. Ein Erfolgsmodell ist zudem die Crowdfunding-Plattform „Viele schaffen mehr“ der Hannoverschen Volksbank. Gemeinnützige Vereine und Institutionen sammelten 2025 für 16 Projekte rund 60.000 Euro ein, davon gut 13.000 Euro, die die Hannoversche Volksbank als „Co-Funding“ beigetragen hat. Die Vielfalt der Projekte reichte von der Anschaffung von Judomatten, über die Sanierung eines Hallendachs, bis hin zu einem kulturellen Sommercamp. Der Ausblick auf 2026 bildete den Abschluss der Bilanz-Pressekonferenz. Die Chancen für eine Konjunktur-Belebung seien vielversprechend. Die angestoßenen Investitionen für Verteidigung, Infrastruktur und Klimaschutz würden die Haupttreiber des sich abzeichnenden Wirtschaftswachstums sein. Zudem dürfte die Konsumbereitschaft zunehmen, so Wache und Haartz. Und weiter: „Die qualifizierte Beratung von der Geldanlage bis zur Vermögensverwaltung und die hohe Kompetenz im Wertpapiergeschäft machen die Hannoversche Volksbank zu einem gesuchten Gesprächspartner.“ Nicht müde wurde der Bankvorstand, die Attraktivität des genossenschaftlichen Geschäftsmodells zu betonen: „Wir legen Wert auf Dauer angelegte, partnerschaftliche Geschäftsbeziehungen, geben die Möglichkeit, bereits mit 50 Euro Miteigentümer der Hannoverschen Volksbank zu sein, und engagieren uns für das Gemeinwohl in unserer Region.“

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